ich erinnere mich an die frühen 2000er Jahre, also die ganz frühen: Kreislaufwirtschaft, Komposttoiletten (für Mehrfamilienhäuser), Solarthermie, Geothermie, Hydrothermale Kompostierung, Upcycling, Ausbau und Umbau und Reparatur der Infrastruktur (Netze für Strom, Internet, Abwasser), Brauchwassernutzung, ökologische Landwirtschaft (willkürliche Aufzählung und deswegen so wild, weil ich mich an unser Eigenheim erinnere, für welches ich viel recherchierte und weil ich Gedankensplitter lieb hab ) —–> für die ökologische Krise gab es Lösungen.
Sie waren erforscht und in ihrem Nutzen wissenschaftlich valide bestätigt, aber kamen ökonomisch nicht voran oder wurden politisch nicht stringent gefördert/ geplant oder beides oder fristeten ein Nischendasein.
Heute wird kommunale Wärmeversorgung mit Holzverbrennung geplant, CO 2 soll weiter emittiert werden, weil angeblich Gaskraftwerke super sind, Zementherstellung nicht modernisierbar und unverzichtbar…..Verbrennerautos das Recht des Deutschen und – ihr wisst schon 😉
Ich bin einigermaßen angepisst.
Ja ich habe gelernt, dass der Mensch im Großen und Ganzen aus Fehlern nix lernt und die zukunftsfeste Moderne was für Einzelgruppen ist, die sittsam andere unterrichten und ja es gibt Demonstrationen und Proteste, aber leider von zu Wenigen. Die grimmigen Cancler sind in der Mehrheit.
Ich hab beispielsweise die Letzte Generation gefeiert und die Scientists for Future, die Fridays und so.
Leider sind uns Kriege dazwischen gekommen, die die Aufmerksamkeit ablenkten.
Das war eben übler Zynisms. (Kann das mit meinem Alter entschudligt werden?)
******** Auch zum Zusammenhang Nutzung fossiler Rohstoffe und weltweiter Zerstörung und kriegerischer Auseinandersetzung wurde all die letzten 25 Jahre immer mehr geschrieben, gesprochen, wissenschaftlich valider erforscht und publiziert und in politischen Funktionen beraten.****************
Manch Ex-Mandatsträger führt nun Vortragsreisen durch zum Thema.
Klassenkampf, ökologische Krise, drohendes Aussterben des Menschen durch Biodiversitätsverlust.
Alles linksgrünversiffte Verschwörungstheorie, wenn man regierende (deutsche) Politiker*innen befragt.
Sogar die Partei mit der Farbe einer gesunden Frühlingswiese im Namen ist bei Weitem nicht mehr ökologisch innovativ unterwegs.
Wie war gleich nochmal der Auftrag der deutschen Parteien? Politische Bildung.
Nicht nur der Kanzler hält aber das Volk für zu dumm. Das tun auch andere Mitglieder politischer Parteien, mit und ohne Mandat und aus allen Strömungen.
Sogar Umweltverbände xyz (zB die deutsche Sektion des Vereins der auch die Farbe im Namen und dann den Frieden in sich trägt) —- da heißt es dass der Kampf gegen CO2-Verklappung in der Nordsee nicht so intensiv geführt werden könne, da die Mitglieder lieber Kleidertauschparties feiern und mit Wohlfühlthemen unterwegs sind. Oder man macht was zur Milliardärssteuer und zur Anwerbung von Testamenten…. Da stellt man gern paar Studis ein, die fleißig werben. Also Verbändearbeit um ihrer selbst Willen.
Ich bin noch unterwegs.
Ich sehe die jenigen, die sich für den Erhalt dieser Erde abstrampeln. Ich gehöre manchmal dazu.
Aber leider fehlen die dringend nötigen Instrumente.
Generalstreik wäre zum Beispiel was.
ich vermisse meinen Karl-Marx-Lesekreis, dem ich ab 2005 angehören durfte.
Da studierte ich gerade Politik und Soziologie an der Humboldt universität zu Berlin.
Und trotz der vielen niederschmetternden Erkenntnisse aus diesem Fachbereich.
Personen wie Prof. Dr. Herfried Münkler ließen mich glauben, dass der Einfluss der intellektuellen Elite auf die aktive Politik existiert.
Der gute Einfluss.
Tschüß Glaube.
Ich halte an der Resthoffnung fest, dass wir den Wandel schaffen.