Ist ja nicht wirklich so, dass früher alles besser gewesen wäre.
Meine Schule zum Beispiel bezeichnete sich als polytechnisch und bot tatsächlich allerlei lebensnützliche praktische Bildung. Allerdings war sie in der DDR angesiedelt und somit politisch kritikwürdig aufgeladen (Wir hatten allerdings wenigstens mit unserem Lehrkörper Glück).
Nun kann ich also von mir sagen, dass ich den Schulgarten beackert, Holz und Metall vielfältig bearbeitet und sogar emailliert habe usw. usf.
Meine Begabungen in den MINT-Fächern wurden nicht gefördert (falsches Geschlecht, Pech halt). Bezüglich meiner dann „typisch weiblichen“ Berufswahl tröste ich mich mit dem Umstand, dass ich dadurch zu meinen wundervollen Kindern kam. (Den Gegenbeweis, dass ich diese auch als Physikern bekommen hätte, kann ich nicht ernsthaft antreten. Außerdem ist Trost sehr heilsam 😉 Also lasse ich das mal so stehen.)
Als ich in meinen frühen 30ern Soziologie studierte, erfuhr ich seit wann das deutsche Schulsystem kritisiert wird.
Ich habe mir das Kritisieren des Schulsystems immer wieder mit den Schriften der Brüder Humboldt aufgewertet.
Ein ganzheitlicher oder projektbezogener Bildungsansatz wäre cool.
Es gibt dermaßen viele solide wissenschaftliche Arbeiten zu förderlichen Lehrmethoden, sinnvollen Lernzeiten und zur Bedeutung des Lernen Lehrens, dass ein See voller Tränen angesichts …
….
Ähm nun ja: Also ich bin der Meinung Schule ist schlecht aufgestellt in Deutschland. Wollte ich mal gesagt haben.
Kultiviertes Genörgel kommt heute doch nicht von mir.
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